Seit 1999 stetiger Wechsel von der Bühne mit fest inszenierten Stücken zu Lesungen und verschiedenen Live-Acts, die in erster Linie aus der Schauspiel-Improvisation bestehen.
Durch die Jahre im Hotel-Entertainment habe ich das Improvisieren
von der Pike auf gelernt, durch das Schauspiel-Studium perfektioniert, so daß ich immer wieder gerne ohne Drehbuch und festgelegte Regie arbeite. Als Kontrast hierzu gibt es meine Kabarett-Solo-Programme "Göttinnen-Report" 2003, "MannOhMann - eine Frau will unter die Haube" 2007 und "Damenabend", 2008.
Bei allen Stücken führte Torsten Stoll Regie, der Chef des Ludwigstheaters, bei dem ich auch Ensemble-Mitglied bin, www.ludwigstheater.de . So haben wir 50 (!) gemeinsame Aufführungen von der Farce des britischen Dramatikers Michael Frayn "Der nackte Wahnsinn" , Regie Frank Heck, gewuppt und damit einen kleinen Rekord gebrochen. Kein Theater deutschlandweit hat sich den "Wahnsinn" so oft gegeben wie wir und unser Publikum. Viel Spass machen mir meine "words in motion" - also lesen was das Zeug hält, gespickt mit kabarettistischen bonmots und Nebensächlichkeiten. "Stille Nacht allerseits- Kabarett-Texte-Krawall" begleitet mich nun schon seit vielen Jahren durch die Adventszeiten und das Publikum hat es immer noch nicht leid(!) Nebenher gibts immer wieder mal Werbespots. Hier ist alles ganz anders als auf der Bühne oder "Live". In sehr kurzer Zeit, meistens sind es 15 oder 30 Sekunden muß eine komplette
Geschichte erzählt werden. Diese muß einen Anfang und ein Ende haben, einen Inhalt transportieren und dabei kurzweilig, logisch und informativ bleiben. Ich gebe aber zu, dass die Bühne meine eigentliche Heimat ist. Ich liebe es ein Stück zu schreiben, entstehen zu lassen, den Figuren die Möglichkeit zur Entwicklung zu geben, detailliert und mit rollenpsychologischem (Sach)-Verstand. Die Leute fragen mich oft wo ich meine Stories her nehme und bewundern meine Phantasie- leider muss ich sie dann enttäuschen. Fast alle Geschichten sind so passiert- das Leben ist so absurd, man muss sich (fast) nichts erfinden, man muss nur mit offenen Augen durch die Welt laufen. Die Geschichten kommen also zu mir. Dies braucht zwar Geduld und Muse, aber das Resultat ist dann besonders schön. Beim Fernsehen geht alles immer hopplahopp und wir haben doch keine Zeit und Zeit ist Geld und mach mal hin und hau jetzt rein.....Filmteam, Produktion, Regie...alles unter Zeitdruck, Zeitdruck, Zeitdruck. So auch bei dem Mazda-Dreh. Nur ich war nicht unter Zeitdruck, denn ich war diejenige, die 300 Liter blau-gefärbte Leim-Wasser-Gülle ins Gesicht bekommen hat - und damit hatte ich es nicht sehr eilig.
Derzeit steht alles im Zeichen von unserem Boulevard-Kabarett "Tango Digital" www.tangodigital.de ,unser neues "Baby", gemeinsam mit Stefan Bockelmann (RTL, "Unter uns")www.stefan-bockelmann.de und dem Musiker Frank Keller, www.hollywood-connection.de.
Diese Art der Zusammenarbeit, die Künstler-Kooperationen sind mir eigentlich am allerliebsten. Genreübergreifende Bühnen-Koops, gerne mit Musikern, Kabarettisten und Schriftstellern die in der Satire beheimatet sind.
Hier nenne ich gerne meinen lieben Kollegen und Freund Clajo Herrmann,
www.clajo-herrmann.de, vom 1.Allgemeinen-Babenhäuser-Pfarrer(!)-Kabarett, der mir aufgrund seiner grossen Text-Erfahrung schon oft die Kastanien aus dem Feuer geholt hat, mit dem ich gemeinsam die Open-Air-Produktion "BlindDate am Main" gestemmt habe und der nicht zuletzt der Autor meines aktuellen Solos "Damenabend" ist. Ratgeber ist auch immer wieder der Titanic-Autor Jürgen Roth, Schöpfer der herausragenden Hörbücher "Stoibers Vermächtnis" und "Der Untergang des Bayernlandes".
Nicht unerwähnt bleiben soll hier die für uns Kleinkünstler wichtige Bühne, "die heiligen Halles des Urban Priol", das Hofgarten-Kabarett in Aschaffenburg. www.hofgarten-kabarett.de Der Geschäftsführer Axel Teuscher ist ein Veranstalter mit grossem Sachverstand der sich für die "newcomer" stark engagiert und der insgesamt viel Verständnis für uns Künstler hat. Ich bin sehr froh, dass ich mit "Tango Digital im April 2009 eine weitere meiner Premieren auf seinen Brettern, die die Welt bedeuten, feiern darf.
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"Will you be there?" - Ein Drama/Einakter, 1999
Regie und Text: Alexandra Ihrig
Mit Anja Bayerbach und
Stefan Bockelmann
"Will you be there?" handelt vom Verlassen werden und Abschied nehmen (müssen). Die unglücklich verheiratete Alex erfährt, das ihr bester Freund mit einem Gehirntumor im Sterben liegt. Durch diese Katastrophe verliert sie ihren Halt, ihren Mut und bewegt sich
am Rande der Depression. Nach einem erschütternden Monolog im Tonstudio ihres Mannes, für den sie auch als Sprecherin tätig ist, und der keinerlei Verständnis für ihre Nöte hat, zieht sie ihre Konsequenzen und trennt
sich von ihm.
Sie verbringt Tag und Nacht am Krankenbett des Freundes und erkennt dass sie diesen Mann schon immer geliebt hat. Ihm tut ihre Anwesenheit gut und obwohl er sich ihr nicht mitteilen kann spürt sie, das sich sein Zustand stabilisiert. Ein kleines Wunder auch für die Ärzte. Er überlebt. Und dann kommt alles ganz anders...
Theaterprojekte
Im Juli 1999 war es dann soweit. Ich hatte Premiere mit dem ersten eigenen Theaterstück Will you be there" (Drama) an der Actor’s Company in Aschaffenburg. Es wurde begeistert aufgenommen.

"Die unsichtbare Samm-lung" von Stefan Zweig
in der Rolle der Tochter, mit Anja Bayerbach und Rene Fugger

"Wer hat Angst vor Virginia
Woolf?", von Edward Albee
in der Rolle der Martha

"Endstation Sehnsucht",
von Tennessee Williams, in
der Rolle der Blanche



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